Wofür ein Modernisierungskredit?
Ob energieeffiziente Fenster, eine optimierte Dämmung oder der barrierefreie Umbau des Badezimmers – Modernisierungsmaßnahmen können den Wohnkomfort erhöhen und langfristig den Wert der Immobilie sichern. Reichen die eigenen Rücklagen nicht aus, kann die Finanzierung über einen Modernisierungskredit erfolgen.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein einheitlich definiertes Produkt. Unter der Bezeichnung „Modernisierungskredit“ oder „Modernisierungsdarlehen“ werden von Banken unterschiedliche Finanzierungsmodelle angeboten, die sich in Laufzeit, Besicherung und Konditionen unterscheiden können.
Renovierung, Sanierung oder Modernisierung?
Werden lediglich kleinere Arbeiten im Haus durchgeführt, spricht man in der Regel von einer Renovierung. Dazu zählen beispielsweise das Streichen von Wänden oder das Erneuern von Bodenbelägen.
Geht es hingegen um die Beseitigung größerer Schäden oder baulicher Mängel, wird von einer Sanierung gesprochen. Typische Maßnahmen sind etwa die Instandsetzung des Dachs oder die Entfernung von Feuchtigkeitsschäden im Keller.
Von einer Modernisierung spricht man, wenn durch die Maßnahme eine qualitative Verbesserung oder eine nachhaltige Wertsteigerung der Immobilie erzielt wird. Dazu gehören beispielsweise der Einbau eines modernen Heizsystems oder die Installation einer energieeffizienten Wärmedämmung.
In der Praxis ist die Abgrenzung jedoch nicht immer strikt. Ein Modernisierungskredit kann häufig nicht nur für wertsteigernde Maßnahmen, sondern auch für Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten eingesetzt werden. Für umfangreiche Instandsetzungen oder die gezielte Mängelbeseitigung kann – abhängig vom Vorhaben – ein spezieller Sanierungskredit sinnvoll sein.
Welche Bedingungen müssen für einen Modernisierungskredit erfüllt werden?
Wenn Sie einen Modernisierungskredit in Form eines Immobiliendarlehens beantragen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Zunächst spielt Ihre Bonität eine zentrale Rolle. Die Bank prüft Ihre Einkommenssituation, bestehende Verpflichtungen und Ihre bisherige Zahlungsmoral. Ein regelmäßiges, ausreichend hohes Einkommen sowie eine solide finanzielle Gesamtsituation wirken sich positiv auf die Kreditentscheidung aus.
Darüber hinaus ist Voraussetzung, dass Sie Eigentümerin oder Eigentümer der betreffenden Immobilie sind. Der Nachweis erfolgt in der Regel über einen aktuellen Grundbuchauszug.
Bei grundbuchlich besicherten Modernisierungsdarlehen dient die Immobilie selbst als Sicherheit. Entsprechend wird eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen.
Zudem bevorzugen Banken Maßnahmen, die den Wert der Immobilie erhalten oder steigern. Wertverbessernde Investitionen erhöhen in der Regel die Bereitschaft zur Kreditvergabe.
Schließlich darf der Darlehensbetrag die sogenannte Beleihungsgrenze nicht überschreiten. Diese ergibt sich aus dem von der Bank angesetzten Beleihungswert der Immobilie abzüglich eines Sicherheitsabschlags.